Mohamed Chermiti

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Artikel der Kategorie Februar, 2009

Hertha ist Tabellenführer

Februar 15, 2009 Von: admin Kategorie: Bundesliga, Hertha News Noch keine Kommentare →

Berlin – Hertha BSC hat dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung Rekordmeister Bayern München im ausverkauften Olympiastadion mit 2:1 geschlagen. Die Führung durch Andrey Voronin (38.) glich Miroslav Klose aus (61.), bis der Ukrainer in der 77. Minute den Siegtreffer herbeiführte. Die Berliner feiern nicht nur den achten Heimsieg in Folge, sondern gar die Tabellenführung.

Hertha-Trainer Lucien Favre hatte sicherlich schon leichtere Aufgaben. Allein sieben Spieler fehlten verletzungsbedingt, darunter auch Torgarant Marko Pantelic. Der Serbe musste das Abschlusstraining abbrechen, knickte mit seinem bereits lädierten rechten Fuß um. Zudem war Cicero auf Grund einer Gelbsperre zum Zuschauen verdammt. Arne Friedrich und Pál Dárdai wurden rechtzeitig fit und standen ebenso in der Anfangself wie Neuzugang Marko Babic und Rodnei, die beide ihr Startelfdebüt auf der linken Seite feierten. Marc Stein rückte auf die rechte Abwehrseite. Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hatte weitaus weniger Sorgen und konnte auf sein komplettes Starensemble um Franck Ribéry und Luca Toni zurückgreifen.

Zé Robertos Rettungstat auf der Linie

Beide Teams gingen energisch in die Partie und ließen keinen Zweifel daran, die Tabellenspitze übernehmen zu wollen. Der Rekordmeister hatte in der Anfangsphase leichte Vorteile, die Herthaner hielten gut dagegen und ließen keine zwingenden Aktionen zu. Auch weil Raffael schon an der Mittellinie ungeahnte Kämpferqualitäten zeigte und Stein seinen Widersacher Ribéry weitgehend ausschaltete. Nach zehn Minuten hatten die Hausherren die erste Gelegenheit der Partie. Schweinsteiger setzte unfreiwillig Voronin in Szene, der das Leder flach in den Strafraum gab. Babic und Raffael verpassten nur knapp.

In der 16. Minute tauchte Miroslav Klose nach einem Pass von Zé Roberto frei vor Herha-Keeper Jaroslav Drobny auf. Der Linienrichter hatte jedoch auf Abseits entschieden. Vier Minuten später versuchte es Patrick Ebert aus gut 20 Metern, zog das Leder jedoch neben den linken Pfosten. In der Folge flachte das Spiel ein wenig ab, Strafraumszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Bis zur 30. Minute, als sich Raffael gegen Demichelis und Zé Roberto durchsetzte und erst im letzten Moment von Schweinsteiger gestoppt wurde. Die anschließende Ecke landete bei Dárdai, der aus 17 Metern direkt abzog. Glück für Bayern, dass Zé Roberto auf der Linie klärte.

Voronin mit dem Führungstreffer

Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Gäste ihre erste Gelegenheit hatten. Tonis Kopfball landete nach einer Lell-Flanke knapp neben dem linken Pfosten. Nur drei Minuten später stand Lell erneut im Fokus, als er Voronin im Rücken ziehen ließ und der Ukrainer nach einer punktgenauen Flanke von Ebert zur 1:0-Führung in die lange Ecke köpfte (38.). Kurz darauf unterlief Lell erneut ein Fehler. Der Bayern-Verteidiger lenkte eine Hereingabe von Babic zu Raffael, doch Demichelis klärte in letzter Sekunde. So blieb es zur Pause beim 1:0 für die Herthaner.

Die erwischten in Durchgang zwei den besseren Start. Nur kurz nach dem Seitenwechsel tauchte Nicu nach einer Flanke von Voronin frei vor Rensing auf. Der Bayern-Schlussmann war nur einen Tick schneller am Ball (48.). In der 54. Minute dann die Riesengelegenheit für die Gäste. Zé Roberto flankte auf den eingewechselten Donovan, dessen Kopfball Hertha-Keeper Drobny glänzend parierte. Auf der Gegenseite ließ Raffael Borowski und Demichelis aussteigen, zog seinen Schuss aus 18 Metern allerdings etwas über das Tor. Eine Minute darauf folgte der Ausgleich, aus dem Nichts. Lucio hielt aus 30 Metern stramm auf das Tor, Drobny war zur Stelle und konnte auch den Nachschuss von Schweinsteiger entschärfen. Als Klose aus fünf Metern freistehend einköpfte, war der Tscheche allerdings machtlos (61.).

Raffael als Wegbereiter des Siegtreffers

Die Bayern drehten in der Folge auf und hatten in der 68. Minute die Riesenchance zur Führung. Ribéry spielte den Ball in den Rücken der Abwehr, wo Schweinsteiger wartete, den Ball aus elf Metern aber direkt auf Drobny schoss. Drei Minuten darauf war der Hertha-Schlussmann erneut zur Stelle, entschärfte einen Schuss Donovans aus kurzer Distanz glänzend (71.). Die Hausherren hielten weiter dagegen und taten in der Schlussphase mehr für die Offensive. Das sollte in der 77. Minute belohnt werden. Der bärenstarke Raffael nutzte die Lücke im Mittelfeld, startete durch und spielte den tödlichen Pass in den Lauf von Voronin. Der Ukrainer blieb eiskalt und schob das Leder direkt in die lange Ecke zur 2:1-Führung.

Die Klinsmann-Elf warf in den Schlussminuten alles nach vorn. Mehr als Ribérys Schuss, der das Tor nur um Zentimeter verfehlte, kam jedoch nicht heraus (81.). Vor allem weil die Herthaner bis zur letzten Sekunde mit allen Mitteln verteidigten und am Ende den verdienten Heimsieg und die damit verbundene Tabellenführung feiern durften. Eben diese gilt es schon am nächsten Samstag (21.02.09) beim VfL Wolfsburg zu verteidigen.

Hertha BSC: Drobny – Rodnei (87. Cufré), Friedrich, Simunic, Stein – Ebert (90. Chermiti), Dardai, Nicu, Babic – Raffael, Voronin (90. Domovchiyski)
Bayern München: Rensing – Lell (58. Borowski), Lucio, Demichelis, Lahm – van Bommel, Zé Roberto – Schweinsteiger, Ribéry – Klose, Toni (35. Donovan)

Tore: 1:0 Voronin (38.), 1:1 Klose (61.), 2:1 Voronin (77.)
Gelbe Karten: Raffael, Dárdai
Zuschauer: 74.244 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

Statistiken zum Spiel

Quelle : Hertha BSC

Kann diese Hertha Meister werden?

Februar 15, 2009 Von: admin Kategorie: Bundesliga, Hertha News Noch keine Kommentare →

Der FCK holte 1991 überraschend die Deutsche Meisterschaft. Am 22. Spieltag übernahmen die Lauterer nach einem 2:1-Erfolg gegen die Bayern die Tabellenführung und gaben sie nicht mehr ab.

Noch vor einer Woche zählte BILD.de auf, wo Hertha schon Spitze ist – vom Torwart bis zur Postleitzahl. Jetzt sind die Berliner auch Bundesliga-Spitze.

Hertha ist Tabellenführer!

Berlin steht Kopf, dank Toronin und Drobny gewann der Hauptstadt-Klub 2:1 gegen die Bayern. Der achte Heimsieg in Folge!

Kann Hertha jetzt sogar Meister werden?

Die Berliner mauern. Dieter Hoeneß sagt: „Wir sehen uns nach wie vor als Verfolger, und in dieser Rolle fühlen wir uns wohl.“

Aber insgeheim träumt auch der Hertha-Manager: „Wir werden alles probieren, und am Ende wird man sehen, was dabei herauskommt.“

Herthas erste Meisterschaft seit 78 Jahren – sie scheint nach dem Bayern-Erfolg nicht mehr unmöglich.

Eine irre Parallele: 1991 hatte niemand dem 1. FC Kaiserslautern die Deutscher Meisterschaft zugetraut. Doch der FCK übernahm unter Karl-Heinz Feldkamp am 22. Spieltag die Tabellenspitze. Wie Hertha gestern bezwangen die Lauterer damals den FC Bayern mit 2:1 (Tore durch Kuntz und Hotic).

Die Roten Teufel gaben die Tabellenführung nicht mehr ab und wurden Deutscher Meister.

Hertha übernahm jetzt am 20. Spieltag nach dem 2:1-Sieg gegen die Bayern die Bundesliga-Spitze. Und das, obwohl mit Pantelic, Kacar und Cicero drei wichtige Spieler fehlten.

Dieser Hertha ist alles zuzutrauen…

Quelle : Bild.de

Gegen Bayern spielt das allerletzte Aufgebot

Februar 10, 2009 Von: admin Kategorie: Bundesliga, Hertha News Noch keine Kommentare →

Am 20. Spieltag heißt das Top-Spiel Hertha BSC (Platz 3) gegen Bayern (Platz 2) – wer hätte das zu Saison-Beginn gedacht? Ausgerechnet jetzt ist bei den Berlinern die Not so groß wie nie!

Pantelic (Knöchel), Friedrich (Rücken), Chahed (Muskelbündelriss), Kacar (Achillessehne), Dardai (Meniskus-OP), Lustenberger (Fußbruch), Fiedler (Aufbau), Piszczek (Hüfte), Hartmann (Leiste) sind verletzt. Cicero ist gelb-gesperrt. Dazu sind Drobny, Simunic, Voronin, Chermiti und Ebert auf Länderspielreisen.

Wehe, einer verletzt sich…

Manager Dieter Hoeneß stöhnt: „Es wird sehr eng gegen Bayern. Da spielen wir mit dem allerletzten Aufgebot. Der Trainer wird improvisieren und Kompromisse eingehen müssen. Besonders im zentralen Mittelfeld haben wir große Probleme.“

Da muss wieder Max Nicu ran, eigentlich gelernter Außenbahn-Flitzer. Und daneben wohl Dardai – der heute nach fast fünf Wochen Pause erstmals ins Training einsteigt. So was hätte es ohne Not bei Trainer Favre nie gegeben…

Hoeneß: „Das letzte Aufgebot kann auch eine Chance sein. Zumindest für ein Spiel, da habe ich schon oft eine ,Jetzt-erst-recht-Haltung‘ erlebt. Lieber würden wir gegen Bayern aber aus dem Vollen schöpfen. Mal sehen, was die Woche bringt.“

Hoffen kann Hertha auf die Rückkehr von Arne Friedrich und Marko Pantelic.

Gibt es da keine Rückschläge, wären das zwei wichtige Säulen in Herthas Notelf …

Quelle : Bild.de