Hertha siegt 3:1 in Trier
Berlin – Eine unterhaltsame Pokalpartie im Trierer Moselstadion konnten die Herthaner am Ende mit 3:1 für sich entscheiden. Cícero und Chermiti kamen dabei zu ihren ersten Pflichtspieleinsätzen für Hertha BSC.
Furiose Anfangsphase
Vor 6.500 Zuschauern im Trierer Moselstadion erwischten beide Mannschaften eine gute Anfangsphase, in der Triers Holm Hentschke die ersten Akzente nach vorn setzte, aber nicht zum Abschluss kam. Die Herthaner hingegen konnten ihre erste nennenswerte Tormöglichkeit gleich zur Führung nutzen, als Neuzugang Cícero mit einem schönen Pass zunächst Pantelic freispielte, der dem Schlussmann der Eintracht vom Strafraumrand anschließend keine Chance ließ (9.).
Unbeeindruckt des frühen Gegentreffers zeigten sich die Gastgeber weiter zielstrebig. Nach einem Eckstoß setzte Abwehrmann Lacroix einen Kopfball nur knapp über die Querlatte (12.). Aber auch die Berliner drängten in dieser Phase weiter nach vorn und ließen den Trierern nur wenig Raum. Lukasz Piszczek scheiterte nach einer schönen Hereingabe von Patrick Ebert zunächst lediglich am Torpfosten. Den Nachschuss konnte Raffael nicht mehr auf das Tor bringen (14.).
Ausgleich durch Lacroix
Mitte des ersten Durchgangs spielte sich die Eintracht zunehmend besser in die Partie und forderte die Gäste zu einem echten Pokalkampf. Mit seinem Schuss aus der Drehung verpasste Gustav Schulz nach einem Eckstoß nur knapp den Ausgleich (25.), zwei Minuten später machten es die Hausherren besser. Wieder Lacroix stieg nach einer Ecke am höchsten und markierte per Kopf den 1:1-Ausgleichstreffer (27.). Im Gegenzug bekam Piszczek die Chance zur erneuten Führung, nur mit Mühe konnten die Trierer den Ball aus der Gefahrenzone klären (28.).
Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte aber den Gastgebern, die nicht aufsteckten und den Druck auf die Berliner erhöhten. Tore sollten vor der Pause aber nicht mehr fallen.
Ebert mit der Vorentscheidung
Auch den zweiten Durchgang begannen beide Seiten äußerst temporeich und mit viel Zug zum Tor. Der kraftvolle Schuss des agilen Piszczek nach 47 Minuten hätte wieder die Führung für Hertha bedeuten können, Miletic im Tor der Eintracht wehrte den Ball aber sicher ab, ehe ihn seine Hintermannschaft endgültig klären konnte. Auch der Regionalligist spielte weiter mutig nach vorn, nach Pass von Wittek zirkelte Schulz einen Schuss auf den langen Pfosten, Drobny parierte zur Ecke (55.).
In diese Drangphase hinein erzielte Lustenberger die 2:1-Führung für seine Mannschaft, einen Steilpass von Raffael lupfte der Schweizer über den herauseilenden Keeper (60.). In der Folge machten die Trierer noch einmal auf und boten den Berlinern viel Raum zum Kontern. Eine zielgenaue Flanke durch den eingewechselten Maximilian Nicu konnte Ebert in der 80. Minute mühelos zum 3:1 nutzen und sorgte damit für die Vorentscheidung. Kurz vor Spielende kam auch Herthas tunesischer Neuzugang Amine Chermiti noch zu seinem Debüt im Hertha-Trikot.
Die Schlussphase brachte aber keine nennenswerten Offensivaktionen mehr hervor. Nach hart umkämpften 90 Minuten durfte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre schließlich den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde feiern.
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So spielte Hertha: Drobny – Chahed, Kaká, von Bergen, Stein – Cícero, Lustenberger (71. Hartmann), Piszczek (77. Nicu), Ebert – Raffael, Pantelic (84. Chermiti)
Tore: 0:1 Pantelic (8.), 1:1 Lacroix (27.), 1:2 Lustenberger (60.), 1:3 Ebert (81.)
Zuschauer: 6.500
Quelle: herthabsc.de
