Mohamed Chermiti

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Das weisse Wunder

November 24, 2008 Von: admin Kategorie: Allgemein, Bundesliga, Hertha News Noch keine Kommentare →

So rauscht Hertha zum Titel

Berlin, Samstagabend, fünf Stunden nach Herthas 3:2 in Bochum. Trainer Lucien Favre (50) entspannt gerade auf dem Sofa, als überraschend sein Handy bimmelt. Am Hörer: Arne Friedrich (29) mit einer seltenen Bitte…

Der Kapitän: „Können Sie das Auslaufen Sonntagfrüh streichen und dafür am freien Montag trainieren lassen?“

Favre: „Warum?“

Friedrich: „Wir hocken alle beim Teamabend beim Italiener Ovest und wollen es etwas krachen lassen.“

Favre grübelt kurz, sagt dann: „Viel Spaß, Jungs!“

Das vorgezogene Weihnachtsgeschenk war Favres Dank für den dritten Sieg in Serie. In weißen Trikots wedelte „Hertha BS-Schnee“ Bochum bei Null Grad und dicken Schneeflocken auseinander. Weiter Platz 4, nur vier Pünktchen hinter Tabellenführer Hoffenheim. Und die haben ein hartes Restprogramm mit Bielefeld, Bayern und Schalke…

DAS WEISSE WUNDER!

So rauscht Hertha zum Titel!

Friedrich: „Wir sind wirklich in einem Rausch. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass er so lange wie möglich anhält.”

Dann ist sogar die Herbstmeisterschaft drin und später der Titel. Überflieger Cicero (24) rechnet vor: „Wir spielen noch gegen Köln, Schalke und Karlsruhe. Mein Ziel sind ganz klar drei Siege. Wenn sich jeder hohe Ziele setzt, werden wir sie auch erreichen.” Drei Siege – dann würde Hertha wohl ganz oben stehen… Es wäre ein Wunder. Welcher Experte hat vor der Saison mit dieser starken Hertha gerechnet?

Hertha rauscht durch die Liga. Und die Experten schütteln nach dem Schlitterstart in die Saison (u.a. 1:1 Bielefeld, 0:1 Cottbus) verblüfft die Köpfe über das weiße Wunder…

Ex-Regisseur Dariusz Wosz (39) : „Ich hätte gewettet, dass Hertha in Bochum verliert. Aber sie spielen auf höchstem Niveau. Da ist alles möglich, für die ersten drei Plätze wird‘s aber schwer.” Abwarten!

Ex-Trainer Peter Neururer (53), der neben Wosz im Ruhrstadion saß: „Hertha steht zu Recht da oben. Die Qualität großer Mannschaften ist es, schlechte Spiele zu gewinnen. Das machen sie derzeit.”

Trotz großer Verletzungssorgen und 24 Pflichtspielen setzt sich Hertha an der Spitze fest. Ein Grund ist die bärenstarke Abwehr (nur 18 Gegentore, drittbeste der Liga:). Wie heißt eine alte Fußballer-Weisheit? Sturm gewinnt Spiele, Abwehr gewinnt Meisterschaften.

DAS WEISSE WUNDER!

Dieter Hoeneß (55) blockt beim Gedanken an den Titel. Der Manager: „Unser Ziel bleibt der Uefa Cup. Wenn wir das erreichen, sind wir hochzufrieden. Wir haben eine gute Entwicklung, sehen es aber realistisch. Wir wollen mittelfristig wieder in die Nähe der Champions League und es deutet einiges darauf hin, dass wir es schaffen können.“

Vielleicht schneller, als alle denken. Weisse Wunder gibt‘s schließlich immer wieder. Das nächste vielleicht schon Freitag. Mit einem Sieg gegen Köln würde Hertha auf Platz 2 klettern. Die Berliner kommen der Spitze immer näher.

Quelle : Bild.de

Erster Heimerfolg

Oktober 22, 2008 Von: admin Kategorie: Bundesliga, Hertha News Noch keine Kommentare →

Berlin – Am achten Bundesligaspieltag setzte sich Hertha BSC mit 2:1 gegen den VfB Stuttgart durch und ist somit seit zwölf Heimspielen gegen die Schwaben ungeschlagen. Den Führungstreffer erzielte Maximilian Nicu nach Vorarbeit von Raffael in der 29. Minute. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel glich Cacau aus. Die Entscheidung führte der eingewechselte Kacar in der 87. Minute herbei.

Bei der Hertha fehlte Marko Pantelic, der auf Grund des versäumten Nachmittagstrainings am Donnerstag (16.10.08) von Trainer Lucien Favre für das Spiel gegen den VfB Stuttgart suspendiert wurde. Dafür rückte Fabian Lustenberger in die Anfangself. Gojko Kacar saß nach überstandenem Muskelfaserriss in der Wade zunächst auf der Bank. Steve von Bergen wurde wegen Rückenproblemen nicht berücksichtigt und durch Marc Stein ersetzt. Auf Seiten der Stuttgarter fehlte Ex-Herthaner Yildiray Bastürk (Oberschenkelprobleme), ebenso wie Jan Simak (Adduktorenprobleme). Weiterhin ersetzten Matthieu Delpierre und Pavel Pardo die Verletzten Ricardo Osorio und Sami Khedira.

Friedrich leitete Führung ein

Andrey Voronin spielte nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske und sorgte damit für mehr Beängstigung beim Gegner als durch seinen Schuss aus 20 Metern (4.). Die Gäste aus Stuttgart hatten in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, waren jedoch beim entscheidenden Pass zu unkonzentriert. So kam Mario Gomez an eine Flanke von Ludovic Magnin nicht heran (8.) und auch Christian Träsch konnte den Ball, nachdem Josip Simunic im Strafraum ausgerutscht war, nicht verwerten (12.). Bei den Berlinern war es Pál Dardai, der mit einem Fernschuss aus 24 Metern an VfB-Keeper Jens Lehmann scheiterte (24.).

Insgesamt lief auf beiden Seiten wenig zusammen. Viele Fehlpässe verhinderten einen Spielfluss. Umso überraschender daher die Führung der Herthaner. Aus der eigenen Hälfte spielte Kapitän Arne Friedrich einen tödlichen Pass auf den freistehenden Raffael, der das Leder mitnahm, auf Maximilian Nicu ablegte und zusah, wie dieser aus fünf Metern sein erstes Bundesligator für Hertha BSC erzielte (29.). In der Folge rückten die Schwaben weiter auf und ermöglichten den Hausherren  Kontergelegenheiten. Jedoch ohne Ergebnis. In der 39. Minute kam Nicu im Fünfmeterraum in Ballbesitz, schob den Ball jedoch am gut postierten Raffael vorbei und ließ eine gute Chance ungenutzt. Drei Minuten vor der Pause eine weitere Chance für die Hertha. Eine Chahed-Flanke erreichte über Umwege den Brasilianer Raffael, der das Leder nur Zentimeter neben den linken Pfosten setzte.

Hertha eiskalt erwischt

Die zweiten 45 Minuten begannen beide Teams zumindest personell unverändert. Die Stuttgarter übten jedoch wesentlich mehr Druck aus als in der ersten Hälfte. Nach einer Pardo-Ecke verlängerte Dardai den Ball unglücklich auf Cacau. Der Brasilianer war aber zu überrascht und schoss den Ball nur über den Querbalken (49.). Zwei Minuten später war der VfB-Stürmer erfolgreich. Erneut kam die Ecke von Pardo. Gomez verlängerte per Kopf auf den zweiten Pfosten. Cacau hatte keine Mühe, den Ball aus drei Metern einzuschieben.

Die Herthaner waren in der Folge zu passiv, einzig Nicu hatte eine weitere Chance. Sein Schuss aus 17 Metern ging nur knapp neben den linken Pfosten (63.). Ganz anders die Stuttgarter, die auf den Siegtreffer drängten. Gomez bediente im Strafraum seinen Sturmpartner Cacau, der den etwas zu langen Ball nicht kontrollieren konnte und über den Querbalken schoss (78.). Nur drei Minuten später war es Gomez, der für eine Berliner Schrecksekunde sorgte. Der Schuss des Nationalstürmers aus 16 Metern ging an den rechten Außenpfosten. Hertha blieb jedoch konzentriert und wurde in der 87. Minute belohnt. Nicu bediente den eingewechselten Kacar, der den Ball im Strafraum mitnahm und mit einem strammen Schuss in die linke untere Ecke setzte.

Drobny hielt den Sieg fest

Nur zwei Minuten später hatte Kacar die Chance auf 3:1 zu erhöhen. Seinen Kopfball parierte VfB Keeper Lehmann jedoch. Lehmann war es auch, der unmittelbar vor dem Abpfiff in den Mittelpunkt rückte. Bei der letzten Ecke der Gäste war der VfB-Schlussmann in den Strafraum der Herthaner vorgestoßen und erhielt den Ball im Fünfmeterraum. Im Duell der Torhüter blieb Geburtstagskind Drobny der Sieger, hielt den Ball und somit den 2:1-Sieg fest. Dieser Erfolg ist gleichzeitig der erste Bundesligaheimsieg der Berliner in dieser Saison. Am Donnerstag gilt es, einen weiteren Sieg einzufahren. Im Uefa-Cup trifft Hertha auf Benfica Lissabon. Anstoß im Berliner Olympiastadion ist um 20.30 Uhr.

Aufstellungen:
Hertha BSC: Drobny – Chahed, Friedrich, Simunic, Stein – Lustenberger (72. Kacar), Dardai, Cicero, Nicu – Raffael (90. Domovchiyski) – Voronin
VfB Stuttgart: Lehmann – Träsch, Tasci, Delpierre, Magnin – Hilbert, Pardo, Hitzlsperger, Boka (84. Elson) – Gomez (86. Ljuboja), Cacau

Statistiken:

Tore: 1:0 Nicu (29.), 1:1 Cacau (51.), 2:1 Kacar (87.)
Gelbe Karten: Voronin, Raffael – Gomez

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Zuschauer: 42.336

Download: Statistiken zum Spiel

Video: Stimmen zum Spiel

Video: Pressekonferenz nach dem Spiel

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Quelle : Hertha BSC